
Vor etwa 1.5 Wochen habe ich mit dem Projekt gestartet, Figma zu lernen. Nach einer kurzen Einführung von Manuel habe ich gleichzeitig mit Elisa und Isabel begonnen, die beide ebenfalls im Effinger arbeiten.
Ziel war es, mir ein neues Design Tool anzueignen und es direkt praktisch anzuwenden.
Figma ist ein webbasiertes Design Tool für digitale Produkte wie Websites, Apps und Software Oberflächen. Es kombiniert UI Design, UX Design, Prototyping und Zusammenarbeit in einem einzigen Tool.
Besonders praktisch ist, dass mehrere Personen gleichzeitig am gleichen Projekt arbeiten können.
Während einer halben Woche war zuerst etwas Theorie dran. Das heisst YouTube Tutorials und Figma Learn Kurse.
Um ganz ehrlich zu sein hielt sich meine Motivation hierbei in Grenzen. Ich bin deshalb auch mit relativ wenig Vorwissen ins eigentliche Projekt gestartet – aber mit dem Mindset Learning by doing.
Elisa, Isabel und ich haben danach alle an einer vorerst fiktiven Landingpage für das Bar Projekt im Bärengraben gearbeitet.
Jede Person für sich im eigenen Tempo und Workflow, aber mit dem gleichen Ziel: eine einigermassen funktionierende und stimmige Landingpage zu gestalten.
Der Austausch war dabei sehr hilfreich, auch wenn alle selbstständig gearbeitet haben.
UX = User Experience beschreibt alles rund um das Gefühl und den Ablauf beim Benutzen eines Produkts. Es geht darum, wie verständlich, logisch und angenehm etwas ist.
UI = User Interface ist das visuelle Design und die Oberfläche. Also alles, was man sieht und direkt bedienen kann, wie Farben, Typografie, Buttons und Layouts.
UX und UI brauchen einander. Eine schön gestaltete Website, die unbenutzbar ist, bringt wenig. Ebenso bringt eine sehr funktionale Seite wenig, wenn sie unübersichtlich oder unattraktiv ist. Zusammen funktionieren sie als Symbiose.
Im Verlauf des Projekts habe ich gemerkt, dass mir der UI Teil deutlich mehr Spass gemacht hat als der UX Teil. Das Gestalten von visuellen Elementen wie Farben, Typografie und Layouts war für mich sehr direkt und kreativ und ich konnte schnell sichtbare Ergebnisse erzielen.
UX war eher konzeptionell. Also Fragen wie: Wie bewegt sich eine Person durch die Seite? Was versteht sie zuerst? Und wo könnte es unklar werden? Dieser Teil war weniger intuitiv für mich, aber wichtig, um das Design sinnvoll aufzubauen.
Ich finde es mega motivierend, solche Projekte gemeinsam mit anderen Personen auf einem ähnlichen Wissensstand zu starten. Es hilft mir, mich besser zu orientieren und an gewisse "Deadlines" zu halten.
Durch den regelmässigen Austausch bekommt man schnell einen guten Überblick darüber, wo man selber steht. Man kann sich über Schwierigkeiten und Erfolge austauschen und sich gegenseitig helfen, wenn jemand ansteht.
Es ist total hilfreich, wenn man schon etwas Erfahrung mit anderen Design Tools hat, zum Beispiel Adobe Programme oder sogar Canva.
Viele Abläufe kommen dadurch intuitiver, weil man gewisse Klicks und Workflows schon kennt.
Während ich mir in der Theoriephase zwar etwas Zeit gespart habe, denke ich im Nachhinein, dass ich insgesamt schneller gewesen wäre, wenn ich mich am Anfang mehr durch Tutorials gearbeitet hätte.
Oft hatte ich das Gefühl, vieles sei selbsterklärend, vor allem weil Figma ähnlich aufgebaut ist wie andere Programme, die ich bereits kenne. Trotzdem haben mir wahrscheinlich einige Shortcuts und Tricks gefehlt, die mir langfristig Zeit gespart hätten.
Durch das viele Ausprobieren, inklusive einiger Fehlversuche, war ich insgesamt eher langsamer und brauchte mehrere Anläufe. Gleichzeitig war es aber nicht nur negativ: Ich habe dadurch auch Funktionen per Zufall entdeckt, die praktisch sind und Spass machen anzuwenden.
Während sich der Design Teil für mich relativ intuitiv anfühlt, hatte ich mehr Mühe mit dem Prototyping.
Dabei werden Screens miteinander verbunden, um die Nutzerführung darzustellen. Diese Verlinkungen simulieren später die Navigation einer Website oder App. Kurz gesagt ist es eine Art Simulation der Entwicklerarbeit und eine Visualisierung des Endprodukts.
Im Prinzip simpel, aber teilweise kam ich echt ins Studieren, wie ich Reaktionen darstellen kann, ohne zu fest zu basteln oder zu improvisieren.
Hier musste ich mich deutlich mehr einarbeiten.
Insgesamt hat mir die Arbeit mit Figma sehr viel Spass gemacht und ich freue mich darauf, das Tool in weiteren Projekten zu vertiefen.
Für zukünftige Projekte nehme ich mir vor, den Fokus stärker auf das Gesamtbild zu legen und mich weniger in Details zu verlieren. Durch die vielen Möglichkeiten ist mein Ergebnis teilweise etwas unruhig geworden. Gleichzeitig war genau dieses Ausprobieren aber auch ein wichtiger Teil meines Lernprozesses.


