
Vor kurzem durfte ich Joni auf einen Dreh begleiten, um Reels für Stefan Jordis Social Media zu produzieren. Er kandidierte als Grossrat in Bern und wollte seine Präsenz bis zu den Wahlen erhöhen.
Der Plan war, mit dem Velo von Drehort zu Drehort zu fahren. Also sass ich um 8 Uhr morgens auf meinem Velo, das den ganzen Winter im Keller verstaubt hatte und dabei leicht rostig wurde, und machte mich auf den Weg in den Effinger, um dort die anderen zu treffen und gemeinsam loszufahren.
Die Route startete beim Inselspital, weiter zum Kunstmuseum, dann in die Lorraine, zum Wankdorf Bahnhof und als Abschluss ans Flusskraftwerk an der Aare.
Bei den ersten drei Standorten filmte Joni mit der FX3 und ich war hauptsächlich als Beobachterin und in einer Assistenzrolle dabei. Dabei konnte ich Einblicke in Kamera-Handling, Bildkomposition und den Ablauf eines effizienten Drehs gewinnen.
Bei den letzten beiden Standorten war ich dann selbstsicher genug, um selber zu filmen. Ehrlich gesagt hatte ich am Anfang etwas Angst, dass meine Aufnahmen zu wackelig geraten. Entsprechend erleichtert war ich, als ich beim Sichten des Materials merkte, dass das nicht der Fall war.
Soweit ich mich erinnere, war das mein erster Dreh draussen. Was in der Theorie logisch ist, zeigt sich in der Praxis nochmals ganz anders: Die Umstände variieren stark, vor allem bei so unterschiedlichen Drehorten mit verschiedenen Licht-, Schatten- und Lärmverhältnissen. Besonders wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Aufnahmen nicht überbelichtet sind, sonst wird das Colorgrading wirklich unlustig.
Es ist okay, um Hilfe zu bitten oder Aufgaben abzugeben.
Da ich in dieser Woche ziemlich viel los hatte, merkte ich bei der Postproduktion, dass mir einerseits noch Wissen und andererseits die zeitliche Kapazität fehlten, um die fünf Reels selbst zu schneiden und zu graden und trotzdem professionell abzuliefern.
Zuerst fühlte sich das wie eine Niederlage an. Im Nachhinein bin ich aber einfach dankbar, Teil eines Teams zu sein, in dem man sich gegenseitig unterstützt und voneinander lernen kann. Ich konnte die Arbeit an Joni übergeben und ihm dabei zuschauen. Das war mega wertvoll, weil ich so sehen konnte, wie man effizient und strukturiert arbeitet, ohne sich unnötig zu verlieren. (Auch wenn Herumbasteln natürlich auch zu guten Ergebnissen führen kann, in diesem Fall fehlten mir einfach Zeit und Nerven dafür.)
Sicherheit kommt mit dem Machen
Am Anfang war ich unsicher, vor allem beim selbst Filmen. Aber genau durchs Ausprobieren kam das Vertrauen.

Und btw: Stefan Jordi wurde wieder in den Grossrat gewählt… ob das wohl an den Reels lag? ;)